Blum & Heckmann begeistern mit „Annes Kampf“ in Wilhelmshaven.

Marianne Blum und Stefan Heckmann
Foto: SAM Entertainment

Die Wilhelmshavener Zeitung schreibt am 09.09.2020:

Kampf wühlt auf und bewegt.

Von Annette Muschalik

Wilhelmshaven. Anne Frank und Adolf Hitler haben sich nie getroffen, ihre Gedanken nie ausgetauscht, die 75 Jahre nach ihrem Tod bei der Lesung „Annes Kampf“ wie David gegen Goliath aufeinander treffen. Es ist genau dieser Kontrast, den die Kabarettistin und Sängerin Marianne Blum und der Schauspieler und Autor Stefan Heckmann bewusst machen wollen und für den es nichts anderes braucht als die Gegenüberstellung der Worte, die Anne Frank in ihrem Tagebuch und Adolf Hitler in „Mein Kampf“ hinterlassen haben.

Auf der einen Seite die reflektierte, hoffnungsvolle und zum Teil sogar heitere Auseinandersetzung des jungen Mädchens mit dem eigenen Schicksal und dem der vielen Opfer des Nationalsozialismus‘ und auf der anderen Seite die Tod bringende, aus Frustration und Hass zusammen gebastelte Rassentheorie eines Mannes, die in Wortwahl und Gedankengut erschreckend real ist.

Und so lassen Heckmann und Blum es ihre Protagonisten gleich zu Beginn deutlich aussprechen: „Alles, was ich geschrieben habe, ist noch aktuell.“ Woraufhin „Anne“ erwidert: „Alles, was ich geschrieben habe, ist noch aktuell.“

Fast schmerzhaft dingen die Worte in den folgenden eineinhalb Stunden zum Publikum durch – Marianne Blum und Stefan Heckmann lassen ihre Protagonisten auch stimmlich präsent werden. Zart, mal fröhlich, mal nachdenklich auf der einen Seite, unerbittlich, hart und schneidend die andere Seite.

So finden in Annes Tagebuch die ersten zarten Gefühle zu einem Jungen behutsam Ausdruck und demgegenüber Hitlers Sätze über „schwarzhaarige Judenjungen“, die „weiße Mädchen schänden“ messerscharf in die Ohren des Publikums. Und wo Hitler Juden als „Egoisten, Parasiten und Schmarotzer“ beschimpft, lässt Anne einen beschämt zurück, wenn sie darüber reflektiert, ob es egoistisch sei, über ein Leben nach dem Krieg zu sprechen, wo doch so viele schon ermordet wurden und dass doch alle, Juden und Christen, so sehr auf der Kriegsende warten.  Was bewegt und aufwühlt, dringt mit dem kraftvollen Gesang von Marianne Blum noch ein bisschen tiefer ins Herz.

Mit jiddischen Liedern, die in Ghettos und Konzentrationslagern entstanden sind, sowie mit Liedern jüdischer Komponisten, die Zarah Leander zu Welterfolgen machte, unterbricht Blum die Lesung und nimmt dem Publikum die Hemmung zu klatschen.

Der tragische Tod von Anne Frank, die ebenso wie ihre Schwester kurz vor der Befreiung des KZ Bergen-Belsen dort gestorben ist, ist nicht das Ende ihrer Geschichte und auch nicht das Ende der Lesung. Vielmehr hat das Tagebuch, das ihr Vater als einziger Überlebender der Familie nach seiner Rückkehr veröffentlicht hat, sie und ihre Botschaft unsterblich gemacht. Und im Pumpwerk sind es ihre Worte, die nachklingen und Mut machen: „Ich will fortleben. (…) einmal werden wir doch wieder Menschen und nicht nur Juden sein!“

Die Kabarett-Junta erobert Putbus – zum Glück!

Carlos Corona und Marianne Blum in "Geheilt : Durch" im Theater Putbus. Foto: SAM Entertainment
Carlos Corona und Marianne Blum im Theater Putbus. Foto: SAM Entertainment

Theater-Kabarett und Musik mit kleinsten Mitteln und größter Wirkung – und damit umweltbewusst durch und durch

Eine Kritik von Anna Maria Haas

Vor ein paar Monaten konnte ich noch nicht wissen, dass sein Name heute in aller Munde und er weltberühmt ist. so stellt die Kabarettistin und Sängerin Marianne Blum Carlos Corona vor und führt damit nicht nur ihren Duo-Partner als Figur ein, sondern macht auch gleich klar, dass es in diesem Programm um Fakten geht. Schließlich heißt der mexikanische Gitarrist, mit Wohnsitz in Berlin, tatsächlich so. Marianne Blum, die über 20 Jahre Bühnenerfahrung hat und auch im Theater Putbus schon 2016 mit den „Waffeln der Frau“ für Furore sorgte, hat angesichts dieser Faktenlage gleich ein ganzes Programm um ihren Kompagnon geschrieben. Er ist das „Alter Ego“ der Pandemie, er legt die Schwachstellen und Abgründe offen, in die der Virus uns als Gesellschaft stürzt. Er weiß aber auch, wo Hoffnung und Heilung zu suchen und zu finden wäre. Corona bringt gnadenlos alles ans Licht: den mühsam verdeckten oder absichtsvoll vergessenen, inzwischen aber in Teilen der Bevölkerung wieder heiß hervorbrechende Rassismus ebenso wie die rasant wachsende Schere zwischen Arm und Reich und die absurden Prioritäten unseres Wirtschaftssystems, das bedenkenlos und grenzenlos nicht nur Natur und Menschen ausbeutet, sondern auch sich selbst. Dabei sollte uns inzwischen allen klar sein: Grenzenloses Wachstum auf einen endlichen Planeten ist eine Illusion und „systemrelevant“ sind eben keine Börsenspekulanten und Konzernchefs, sondern jede einzelne Intensivkrankenschwester und jede*r, der unseren Müll abholt.  

„Haben Sie Spaß an Ihrer Arbeit?“, die Fragen werden immer direkter und konkreter, bis wir an dem Punkt sind: „Halten Sie Ihre Arbeit für sinnvoll?“ und „Würden Sie morgen noch zur Arbeit gehen, wenn Ihnen ein bedingungsloses Grundeinkommen zugesichert würde?“

Mutig werden heiß diskutierte Themen wie die prekäre Situation der Künstler in der Corona-Krise oder der Zustand der Erde angesichts der auch in Deutschland immer deutlicher spürbaren Klimakatastrophe angesprochen. Aber auch brandaktuelle Tagesmeldungen wie die gerade einmal 3 Tage zurückliegende Demonstration von 38.000 Impfgegnern, Verschwörungsgläubigen, Esoterikern und Rechtsradikalen in Berlin werden aufgegriffen und in schlüssige und trotz der Schwere des Sujets überraschend witzige Dialoge gegossen. Dabei verdeutlicht Marianne Blum oft die Relevanz nationaler und internationaler Geschehnisse mit Hilfe regionaler Besonderheiten oder historischer Anekdoten. Dass sie sich bei allen angesprochenen Themen bestens informiert zeigt und nicht bei Oberflächlichkeiten hängenbleibt, ist ein weiterer Pluspunkt dieses insgesamt erstaunlich tiefgreifenden und dabei trotzdem höchst unterhaltsamen Abends.

Das medizinische Thema bleibt den ganzen Abend über im Raum bis zur erschütternden Diagnose für Mutter Erde. Dr. Corona hakt nach: „Wann hat das angefangen?“ und die Blum berichtet: „1870. Da hat das begonnen mit dem Saufen und Rauchen.“ „Welche Substanzen?“ „Fossile. Auf Lunge. Erst nur ein bisschen, dann, seit Mitte des letzten Jahrhunderts exponentiell. Jetzt ist sie auf 413 ppm!“ Doch die beiden wollen die Patientin nicht aufgeben. Trotzig stellt sich die Kabarett-Junta auf die Bühne, fordert mutig und laut eine kollektive Rettungsaktion und es gelingt ihnen, dass man als Zuschauer aufspringen und sofort aktiv werden will.

Wahrscheinlich liegt das daran, dass man als Zuschauer mitgenommen wird durch alle Höhen und Tiefen der persönlichen Bewusstwerdung und Meinungsbildung. Die Blum lässt keine*n aus dem Visier, nimmt aber auch jede*n liebevoll an die Hand. Mit Verständnis für alle menschlichen Fluchtversuche erlaubt sie niemandem, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Sie drängt zum Aufbruch, weil er unvermeidbar ist.

So wie das Duo inhaltlich die volle Breitseite der drängendsten Probleme unserer Zeit trifft, überzeugt es auch auf künstlerischer Ebene. Wenn Carlos Corona zur Gitarre greift, fasziniert er nicht nur mit ausgefeilter Technik, die ihm erlaubt, alle Stilrichtungen zu bedienen und seinem Instrument ungeahnte Klangfarben zu entlocken, sondern auch mit ausdrucksstarken, abwechslungsreichen Arrangements der Songs, von denen nicht wenige beeindruckende Eigenkompositionen des Gespanns Blum & Corona sind. Darunter so schmissige Gassenhauer wie der „Gutmensch“, der euphorische Aufbruchsstimmung verbreitende Titelsong „Geheilt Durch“, das absurd-witzige aber auch herzerweichende „Depression“ (inklusive einer Trübsal-Tröte), der versöhnlich-verspielte Song „Der Weltuntergang kann warten“ oder das „Unschuldige Lied“, welches den Abend mit einer musikalischen Achterbahnfahrt zwischen Brecht-Lied, Latin-Rap und Helene-Fischer Schlager beschloss. Alles ausdrucksstark und mitreißend interpretiert von der Blum, die scheinbar spielend von Bluesröhre zu fülliger Opernstimme und zartem Popgesang wechselt. Über mehr als 80 Minuten zeigt sie einen technisch versierten Umgang mit ihrem Instrument, der Stimme, und überzeugt lückenlos. Im Ergebnis die stimmungsvollste und klangintensivste Synthese, die zwei so gegensätzliche charakterstarke Klangkörper erreichen können.

Marianne Blum und die Rettung der Welt. Foto: SAM Entertainment

Überhaupt haben wir es hier mit zwei Künstlerpersönlichkeiten zu tun, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Marianne Blum singt, tanzt, tobt, lockt das Publikum und kokettiert mit ihm, analysiert, kritisiert und motiviert. Kaum auf der Bühne weiß sie geschickt das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Immer wieder nutzt sie kleine Möglichkeiten der Interaktion. So übt sie so lange mit den Zuschauern, bis der neue Ohrwurm „Ich bin ein Gutmensch“ sitzt. So verabreicht sie eine flächendeckende Publikumsimpfung mit Selbstheilungskräfte stimulierender Wirkung. Carlos Corona ist dagegen der Fels in der Brandung. Gelassen, bisweilen herzerfrischend naiv, hinterfragt er Marianne Blums Behauptungen und die von ihr vorgetragenen Einsichten. Dadurch setzt er, sowohl inhaltlich als auch vom Sprachduktus und vom Typ her, einen perfekten Kontrapunkt zur quirligen Blum. Insgesamt kann man sagen: Die Zuschauer im ausverkauften Theater Putbus erlebten zwei Künstler, die kein musikalisches Genre, keine Facette ihrer Instrumente, keine Bühnenecke und keine menschliche (Un)Art unbespielt ließen. Einfachste theatralische Mittel (ein paar bunte Kisten, ein Sektkühler, Schokoladentaler und eine aufblasbare Weltkugel, Konfettikanonen und Handfeger) genügten den beiden, um überzeugend das große Bild unserer Gesellschaft vor dem Publikum entstehen zu lassen. Das war Kabarett vom Feinsten, das menschlich humorvoll, politisch scharfzüngig, schlagfertig, künstlerisch wertvoll und dabei ungemein unterhaltsam war!

Hygiene Demo in Berlin


Tausende haben am 1. August in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert, selbstverständlich ohne sich dabei an Hygieneauflagen wie MNS und Abstand zu halten. Auch zu Identitären, NPDler, AfDler und anderen Rechtsextremen hielten sie inhaltlich wie physisch keinen Abstand. Dabei weiß man doch, dass zwischen Nazis und einem selbst immer 100 Jahre liegen sollten. Die Demonstranten haben auch kein Problem, sogar ihre eigenen Angehörigen zu gefährden, wenn sie nach der Demo nach Stuttgart, München, Dresden und sonstwohin wieder nach Hause zu fahren. Und das alles nur, weil sie ihre Freiheitsrechte eingeschränkt sehen! Vergleichendes Reisen würde helfen. Echte, harte Lockdowns, wie wir sie in Italien und Spanien gesehen haben, hatten wir in Deutschland nämlich nicht. Auch sind wir hier zum Glück bewahrt worden vor einer Situation, die es nötig machte, mit Kühlwagen Tote zwischenzulagern, wie es z.B. in den USA derzeit der Fall ist. Auch durften alle Demonstranten wieder unbehelligt nach Hause fahren. Sie hätten mal in Nordkorea, Weißrussland oder – das ist nicht so weit weg – in Victator Orbans Ungarn probieren sollen, vor dem Regierungsgebäude „Diktatur“ zu rufen. Viel Spaß! Aber Fakten fechten Verschwörungsgläubige nicht an. Aus diesem Grund hat Marianne Blum eine andere Strategie entwickelt, um den Schaden zu begrenzen, den sie anrichten. Die klappt viel besser:

SAM Entertainment und Corona

Corona hat uns als Künstleragentur hart getroffen. Sämtliche Veranstaltungen seit dem 13. März wurden abgesagt oder verschoben und noch ist nicht abzusehen, ob und wie es im Herbst weitergeht. Schließlich befinden wir uns noch mitten in der Pandemie. Doch wir lassen uns nicht unterkriegen. Unsere Künstler lassen sich nicht unterkriegen! Daher haben wir folgende gute Nachrichten zu vermelden:

Unsere Künstlerin Marianne Blum ist ins Netz gezogen. Ihr neuer YouTube Kanal heißt „DIE BLUM“. Hier veröffentlicht sie regelmäßig neue Videos.

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Die Blum auf YouTube

Ihre Playlists:

  • Die Blum singt Kostproben ihrer wunderbaren Stimme aus verschiedensten Genres
  • Die Blum spricht kabarettistische Szenen voller Witz und Schärfe (z.B. im Gespräch mit einer „Hygiene Demonstrantin“, als empörte CDU oder als Verkörperung der Asozialen Medien)
  • „Corona Spaziergänge durch Berlin“ die Marianne Blum zusammen mit ihrem Bühnenpartner Stefan Heckmann unternimmt. Die beiden erkunden dabei auf amüsante Weise ungewöhnliche Seiten der Hauptstadt (darunter z.B. das Olympiaviertel, Jungfernheide, Teufelsberg, aber auch die Goebbels Villa am Bogensee

Doch auch im analogen Leben gehen wir weiter voran.

Denn Marianne Blum schreibt gerade an dem neuen Programm für die Kabarett-Junta. das Programm heißt passenderweise „Geheilt:Durch“ und wird es in sich haben. Einen Vorgeschmack kann man sich schon bald endlich wieder live holen, und zwar im wunderschönen Theater Putbus auf Rügen, wo es am 31.08. ein Corona-Sommerspecial des Stückes geben wird!

Hier gibt es Karten (Vorsicht wg. d. Hygieneregeln streng limitiert)

Die Kabarett-Junta mit Marianne Blum und Carlos Corona

Ebenfalls im Theater Putbus ist schon diese Woche, genauer am 17.07. Carlos Corona (ja er heißt wirklich so) mit seinem Trio zu erleben. Er nimmt die Zuschauer mit auf eine musikalische Reise „von Feuerland bis Kuba“. Wer muss da noch in den Urlaub fahren? Nur noch wenige Restkarten

Carlos Corona Trio

Und last but not least ist Carlos Corona auch mit seiner Frau Giovanna Piazza als Duo Babel Collage in Putbus zu erleben. Hier gibt es gleich zwei Gelegenheiten, die beiden mit ihrem Programm „Sommer, Sonne Strand, Musik!“ zu sehen: am 23.07 und 13.08. Hier geht es zu den Tickets

Babel Collage

Wir freuen uns auf Sie!

Herzliche Grüße

Sammy Eggers

Corona-Krise und Kulturschaffende

Corona-Krise

Die Corona-Krise verwandelt unsere Gesellschaft in Windeseile. Noch vor wenigen Tagen hätten wir unseren heutigen Alltag für eine unglaubwürdige Dystopie gehalten, für einen schlecht ausgedachte übertriebenen Hollywood-Blockbuster. Doch leider sind die schlimmsten Befürchtungen wahr geworden. Gerade uns als Kulturschaffende trifft der durch das Virus nötig gewordene Shut Down besonders hart.

Natürlich ist uns bewusst, dass wir nicht alleine sind, sondern dieses Schicksal mit allen Kleinunternehmern und Selbständigen teilen, die nicht gerade im Lebensmitteleinzelhandel, der Toilettenpapierproduktion und dem Gesundheitswesen arbeiten. Und selbstverständlich wissen wir, dass die eingeleiteten Maßnahmen unerlässlich sind.

Die Beschäftigung mit den Bekanntmachungen z.B. des Robert Koch Instituts zeigen aber auch, dass wir davon ausgehen können, dass die Theater noch bis weit nach dem 19. April 2020 geschlossen bleiben. Keiner weiß, wie lange dieser Zustand anhalten wird, wir sind aber zuversichtlich, dass wir und unsere Künstler staatliche Unterstützungen erhalten können, die uns ermöglichen, diese schwere Zeit zu überbrücken und weiterhin Kultur in hoher Qualität zu schaffen.

Marianne Blum erweist sich als erstaunlich treffsicher, was den Zeitgeist angeht, so ist sie schon seit einiger Zeit dabei, zusammen mit Ihrem Bühnenpartner „Carlos Corona“ (er heißt wirklich so!) als Duo „JUNTA“ ein Kabarett-Programm zu entwickeln, das „Geheilt : Durch“ heißt. Es sollte eigentlich im Herbst Premiere feiern. Wir hoffen sehr, dass bis dahin die Theater wieder geöffnet haben, denn dieses Programm ist genau das, was das Postcorona-Publikum benötigen wird. Bis dahin ist auch Ihr Song „Der Weltuntergang kann warten“ aktuell. Außerdem füttert sie in regelmäßigen Abständen ihre Online-Reihe „Die Blum spricht“ mit neuen Beiträgen.

Allerdings fängt das alles nicht auf, was uns durch die abgesagten und in den Herbst verlegten Auftritte jetzt an Einnahmen weggebrochen ist. Wir sind derzeit finanziell am Limit und freuen uns daher nicht nur über Eure fleißigen Likes und Abonnements, sondern werten jegliche handfeste Unterstützung via PayPal Spende als großzügigen Akt gelebter Solidarität!

Vielen Dank und bleibt gesund!

Premiere

Premiere in mehrfacher Hinsicht

Es war eine Premiere in mehrfacher Hinsicht. Zum ersten Mal haben wir uns als Agentur auf der Internationalen Kulturbörse Freiburg präsentiert.

Dort erfreuten wir uns nicht nur an zahlreichen neuen Kontakten und dem Auffrischen alter Bekanntschaften in der Künstlerszene, sondern auch an regem Interesse für unseren Dauerbrenner ANNES KAMPF – Anne Frank vs. Adolf Hitler, unserem Bühnenprogramm gegen Rassismus und Antisemitismus, das leider von Jahr zu Jahr immer aktueller wird, wenn man sich die aktuelle politische Situation anschaut – nicht nur in Thüringen.

Auch unser neues Programm „Geheilt : Durch“ eine musikkabarettistische Einweisung des Duos JUNTA wurde gut in Freiburg nachgefragt. Das Stück feiert am 28.11. im renommierten Kabarett-Theater Distel in der Friedrichstraße 101 in Berlin-Mitte Premiere!

Die zweite Premiere war, dass wir nach der ikf in Freiburg mit ANNES KAMPF in Geislingen an der Steige zum ersten Mal mit Stefan Heckmann als Adolf Hitler auftraten.

Die Zweitbesetzung war nötig geworden, nachdem die Nachfrage nach dem Stück stetig steigt und nicht mehr in jedem Fall in der Urbesetzung bedient werden kann. Aber wir sind froh, dass wir für Guido Rohms Part den Schauspieler Stefan Heckmann gewinnen konnten. Er erwies sich nicht nur als überzeugend in der Rolle, sondern auch als äußerst kompatibel mit Marianne Blum, die nach wie vor die Anne Frank spielte und den musikalischen Part beisteuerte. Von den beiden wird man noch Weiteres erwarten dürfen.

Wir freuen uns darauf!

„Annes Kampf“ auf der Lit.Eifel am 27.09.2019

Vielen Dank an das Gymnasium am Turmhof in Mechernich und an die renommierte Literatur-Live-Reihe Lit.Eifel, die diese Veranstaltung ermöglicht hat.

Es ist uns ein großes Anliegen „Annes Kampf“ vor Schülern zu spielen. Auch diesmal hatten wir das Gefühl einen langanhaltenden Widerhall ausgelöst zu haben. Der Saal war mit über 300 jungen Menschen gefüllt, die konzentriert und gebannt das Geschehen auf der Bühne verfolgten.

Die Jugendlichen zu erreichen und ihnen ein Gefühl für die Strategie der Populisten zu geben, ist eine Motivation die befeuert und Energie gibt – gerade in einer Zeit, die wieder am Kipppunkt steht und in der es immer weniger Zeitzeugen des NS Terrors gibt, brauchen wir eine Erinnerungskultur die auf emotionalem Weg funktioniert.

Junta

Die exzellente Kabarettistin und Sängerin Marianne Blum formiert mit dem fantastischen mexikanischen Gitarristen Carlos Corona das neue Duo JUNTA.

Ihr Programm, das Sie ab 2020 buchen können, heißt:

GEHEILT : DURCH – eine musik-kabarettistische Einweisung

Das ist genau das, was die in links und rechts, oben und unten, eingeboren und fremd, ideologisch, religiös und in Grundstücke geteilte Republik jetzt braucht: Grenzzaun-überschreitendes politisches Kabarett, wunderbare Musik und Künstler, die die Zuschauer so hinterfotzig wie charmant zu etwas bringen, was derzeit so nötig ist wie sonst nichts: selber denken.

Annes Kampf – Der Film

Premiere am 23.11.2019 im BABYLON Berlin

Deutschland, Europa, Amerika… – Rassismus und Antisemitismus nehmen wieder zu. Das Bühnenprogramm ANNES KAMPF Anne Frank vs. Adolf Hitler des Künstler-Duos BLUM & ROHM ist ein starkes Statement dagegen. In einer scharf geschnittenen Lesung lässt das Duo, bestehend aus dem Schriftsteller GUIDO ROHM und der Sängerin und Kabarettistin MARIANNE BLUM, Auszüge aus Hitlers „Mein Kampf“ auf Anne Franks Tagebuch prallen. Die Wirkung dieses Aufpralls ist enorm. Das fängt der aktuelle Dokumentarfilm des jungen Filmemachers David Gräber ein.

Er begleitet die Künstler zu so unterschiedlichen Aufführungsorten wie dem original erhaltenen Stummfilmkino Babylon in Berlin Mitte, wo das Stück seine Hauptstadtpremiere feierte, er filmt ANNES KAMPF in der verfallenen Schulaula eines ehemaligen Templiner Elitegymnasiums und im Festzelt der Bürgerinitiative Ostritz, die sich mit der Aufführung des Stücks gegen eines der größten rechtsextremen Festivals Europas positionieren, das „Schild- und Schwert-Festival (SS)“. Dabei ist es ihm nicht nur gelungen, faszinierende Bilder dieser höchst unterschiedlichen Orte einzufangen, sondern auch die Wirkung des Stückes auf seine Zuschauer. Darüber hinaus erfährt man, was die Künstler bewegt, sich mit diesem Stück zu exponieren, und was die Menschen denken, die sich als Veranstalter engagieren, um eine gesellschaftliche Entwicklung aufzuhalten oder sogar umzukehren, die in manchen Teilen des Landes schon so stark ist, dass Andere aufgeben. Der Filmemacher dazu: „Ich sah das Potenzial, einen Film zu machen, über Haltung, Kampf und Leidenschaft und die Frage: wie kann Kunst in die Gesellschaft hineinwirken? Und ist sie damit ein Teil des demokratischen Prozesses?“

Die Filmvorführung wird ergänzt von Liedern aus dem Bühnenprogramm, die MARIANNE BLUM live singt, begleitet von der Kino-Organistin Anna Vavilkina am Piano. Es wird außerdem Gelegenheit zum Gespräch mit Künstlern und Filmemacher geben.

Annes Kampf in Templin

In einer beeindruckend schaurigen Atmosphäre fand „Annes Kampf“ am 17.08.2019 in Templin stad. Das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte wurde in dem morbide anmutendem Saal des verlassenen Jochamthalsches Gymnasium in Templin lebendig.

Wir bedanken uns beim Bunten Bündnis, das uns nach Templin geholt hat. Auch nach dieser Vorstellung entwickelte sich eine angeregte Diskussion. Das Publikum hat eindeutig Parallelen zur Gegenwart erkannt. „Annes Kampf“ entlarvt den populistischen Werkzeugkasten, mit dem heutzutage ein unseliges Framing betrieben wird.